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Die Krone dem König

„Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe; ein jeglicher in seine Stadt…“ Die hochschwangere Maria muss in eine Art „Quarantäne“, bis die Volkszählung vorüber ist und darf Gottes Hilfe erleben.

Auch wir vermissen vieles, auch in unserer christlichen Existenz: Die Gemeinschaft und das Brotbrechen. Bibellesen und Beten können wir noch. Leider kein gemeinsames Gründonnerstags-Abendmahl, aber Gemeinschaft mit Jesus. Diesmal ist es wirklich eine „Stille Woche“. Nachdenken. Was bedeutet es mir, dass ich getauft bin auf den Gekreuzigten und den König, der alle unsere Zukunftsängste kennt und mitträgt? „In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“ Ich denke an Bonhoeffer, der heute vor 75 Jahren hingerichtet wurde: „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.“ Gegen die Angst vertraue ich auch weiter auf den König, der will, dass wir leben. Nicht Corona („Krone“) soll uns beherrschen. Dem Träger der Dornenkrone gebührt die Königskrone. Gut, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben; auch durch Videoandachten: Evangelisch-Alzey.EKHN.de.

Mathias Engelbrecht (Evangelisches Dekanat Alzey-Wöllstein) für die christlichen Kirchen Alzey-Wöllstein und Umgebung Donnerstag, 09.04.2020


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