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Wann beginnt das Leben?

Nach dem shutdown stellen sich fast alle diese Frage: Wann beginnt das Leben wieder?

Drei Theologen unterhalten sich über den Beginn des Lebens. Der evangelische Theologe beginnt und sagt: „Das kann man so genau nicht sagen. Das Leben beginnt wohl mit der Geburt.“

 „Nein“, sagt der katholische Theologe, „das Leben beginnt mit der Verschmelzung von Samenzelle und Eizelle.“ Alle nicken nachdenklich. Dann antwortet der jüdische Theologe: „Ich will euch sagen, wann das Leben beginnt. Das Leben beginnt, wenn die Kinder aus dem Haus sind und der Hund gestorben ist.“

 

Wann beginnt das Leben nach Corona? Wenn alle wieder gesund sind? Wenn die Geschäfte wieder öffnen? Wenn an den Schulen und Universitäten wieder gelernt und gelehrt wird? Wenn die Wirtschaft wieder brummt und die Menschen durch die ganze Welt reisen?

 

Wir machen Leben so oft abhängig von den Umständen des Lebens. Sind sie passend, dann ist Leben da. Sind sie ungünstig, dann ist das Leben verschwunden und unmöglich. Ich habe Leben anders kennengelernt: Unabhängig von den Umständen. Leben in den Umständen. Leben ist für jeden möglich – nicht nur für die Schönen und Reichen und Erfolgreichen.

 

Gott sagt im Alten Testament: „Sucht mich. Dann werdet ihr leben.“ Die Umstände waren damals alles andere als günstig. Doch Gott verspricht Leben. Für mich ist die Nähe Gottes der springende Punkt für das Leben. In seiner Nähe entspringt Leben wie an einer Quelle. Krisenfest und unendlich. Ich freue mich, wenn der shutdown vorbei ist. Doch noch mehr freue ich mich, dass der auferstandene Jesus schon heute bei mir ist und Leben gibt.

 

Frieder Wiener (Evangelische Stadtmission Alzey) für die christlichen Kirchen in Alzey-Wöllstein und Umgebung  Dienstag, 14.04.2020


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